Mein Name ist Jarik Leineweber. Ich bin Psychologe und systemischer
Berater.
Seit gut vier Jahren arbeite ich mit Menschen in verschiedenen
Beratungskontexten. Dabei kann es um das Treffen von Entscheidungen
gehen, um Selbstreflexion und persönliche Entwicklung, um akute
Unterstützung bei (sub-)klinischen Themen, um Erziehungsberatung
sowie um die Bewältigung persönlicher oder familiärer Krisen.
Jedes Anliegen ist anders — mir ist wichtig, Ihres angemessen
herauszuarbeiten und gemeinsam mit Ihnen anzugehen.
In einer schneller werdenden, digitalisierten Welt braucht es
anpassungsfähige Angebote. Deshalb biete ich meine Beratung
vorrangig per Video- oder Telefonanruf an. So lassen sich Sitzungen
ohne Reiseaufwand flexibel in Ihren Alltag einfügen. Vor-Ort-Termine
in Hamburg sind nach Absprache möglich.
Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Erläuterung, was
systemische Beratung ausmacht und wie ich arbeite, die Aufschlüsselung
meines Solidarpreismodells sowie alle Wege zur Kontaktaufnahme.
Herzlich, Jarik Leineweber
Jarik Leineweber, M.Sc. Psychologie
Angebot
Wie ich arbeite
Systemische Beratung versteht den Menschen nicht isoliert, sondern
eingebettet in seine Beziehungen — Familie, Partnerschaft, Arbeit,
soziales Umfeld.
Was ist systemische Beratung?
Auf die Frage, was systemische Beratung ausmacht, gibt es vermutlich
so viele Antworten, wie es Systemiker:innen gibt. Schon darin liegt
ein Hinweis auf den Kern systemischer Arbeit. Um nicht in Rätseln zu
sprechen, erläutere ich hier ein paar grundlegende Überzeugungen des
Ansatzes. Wenn Sie keine Lust auf die ausführliche Erklärung haben,
springen Sie gern direkt zur Zusammenfassung weiter unten.
Die systemische Psychologie versteht sowohl Menschen als auch ihre
Umwelt als Systeme. Der Mensch lässt sich dabei als biologisches und
psychisches System verstehen, das mit anderen Menschen soziale Systeme
bildet; der Austausch findet über Kommunikation statt. Entscheidend ist
die Annahme, dass wir und unser Erleben von den Kontexten abhängen, in
denen wir uns bewegen. Im Kreise der Familie reagieren wir anders als
auf der Arbeit. Wir können den Menschen also nicht losgelöst von diesen
Kontexten betrachten — und damit ist nicht „der Mensch" oder Sie selbst
das Problem, sondern das Zusammenspiel der beteiligten Systeme.
Die systemische Schule ist humanistisch geprägt: Sie geht davon aus,
dass jeder Mensch danach strebt, die für sich beste Version seiner
selbst zu werden, und dieses Potential bereits in sich trägt. Daraus
folgt die Überzeugung, dass die Klient:innen die Expert:innen für sich
und ihr eigenes Leben sind — nicht der Psychologe. Ich stelle Fragen,
biete Perspektiven und Fachwissen an, um gemeinsam auf Augenhöhe an
Ihren Themen zu arbeiten. Es geht darum, neue Sichtweisen auf bestehende
Muster zu gewinnen und nach Handlungsspielräumen zu schauen, ohne den
Status quo zu verkennen oder abzuwerten.
Eine wichtige Säule ist zudem die Annahme, dass es keine objektive,
sondern immer nur individuelle Realität gibt — die philosophische
Grundlage dahinter ist der Konstruktivismus. Maßgeblich ist die
persönliche Realität der Klient:innen, denn mit ihr wird gearbeitet.
Das heißt nicht, dass nichts hinterfragt werden darf. Berater:in und
Klient:in schaffen in ihrer Begegnung eine gemeinsame Wirklichkeit und
bilden damit selbst ein soziales System. Diese Sichtweise nimmt aus
meiner Sicht viel Druck: Wir müssen nicht die absolute Wahrheit finden
und nichts absolut richtig machen. Unser Ziel ist, in Kontakt zu kommen,
neue Perspektiven zu finden und das zu verändern, was wir verändern
wollen.
Kurz und bündig
Es gibt nicht die eine „wahre" Realität, sondern so viele subjektive Realitäten, wie es erlebende Lebewesen gibt.
Menschen finden in Kontexten statt — diese beeinflussen, wie wir unsere Realität wahrnehmen.
In der Beratung kommen zwei gleichwertige Realitäten über Kommunikation in Kontakt. Expert:innen für ihr Leben sind die Klient:innen, nicht der Psychologe.
Es geht nicht darum, alles „richtig" zu machen, sondern neue Perspektiven zu finden und dort in Bewegung zu kommen, wo es nötig ist.
Dahinter steht die Überzeugung, dass Klient:innen danach streben, die beste Version ihrer selbst zu werden, und dieses Potential in sich tragen.
Mein Anliegen
Das Anliegen ist ein zentraler Bestandteil systemischer Arbeit: Es
umfasst die Themen, an denen wir arbeiten. Sagt jemand, er sei
unzufrieden mit seinem Leben, ist die Anliegenklärung der Weg
herauszufinden, was genau bearbeitet werden soll — und was verändert
werden möchte. Die Benennung des „Symptoms" ist noch nicht der
Arbeitsauftrag; dieser liegt in dem, was Sie am Symptom stört.
Auch ich bringe als Berater ein eigenes Anliegen mit, das ich Ihnen
hier transparent offenlege:
Ich möchte professionell beraten, ohne menschlich distanziert zu sein — mich als Mensch nicht ausklammern und zugleich nicht aus meiner beratenden Rolle fallen.
Ich möchte Ihnen ehrlich und zugewandt sagen, was ich zu erkennen meine, ohne dabei Grenzen zu verletzen.
Ich möchte auf Augenhöhe arbeiten — nicht direktiv und ohne zu vermitteln, ich verstünde Ihre Situation besser als Sie selbst.
Ich möchte Ihnen helfen, sich selbst zu helfen — und Sie nicht von mir oder meiner Arbeit abhängig machen.
Ich möchte nicht dazu beitragen, Muster oder Dynamiken aufrechtzuerhalten, die Ihnen oder Ihrem Umfeld nachhaltig Leid zufügen.
Sollten Sie das Gefühl bekommen, dass dieses Anliegen verletzt wird,
weisen Sie mich bitte jederzeit darauf hin. Grundsätzlich gilt: Mich
und alles, was ich sage, dürfen Sie kritisch hinterfragen — das gilt
ebenso für jede:n andere:n Psycholog:in, Therapeut:in, Berater:in oder
Coach, mit dem oder der Sie in Ihrem Leben in Kontakt kommen.
Abgrenzung zur Psychotherapie
Beratung und Psychotherapie werden im Alltag oft synonym verwendet —
sind aber rechtlich und inhaltlich unterschiedlich. Diese Übersicht
hilft Ihnen einzuordnen, was das richtige Angebot für Sie sein könnte.
Systemische Beratung
Lebensthemen, Übergänge, Konflikte
Keine Diagnose einer psychischen Erkrankung
Fokus auf Ressourcen und Lösungen
Kurz- bis mittelfristig angelegt
Selbstzahlung, kein Krankenkassenzuschuss
Freier Zugang ohne Wartezeiten
Psychotherapie
Behandlung diagnostizierter Erkrankungen
Behandlung z.B. von Depression, Angststörung, PTBS
Approbierte Psychotherapeut:innen
Häufig längerfristig (Monate bis Jahre)
Krankenkassenleistung möglich
Oft mit Wartezeiten verbunden
Sollte ich im Rahmen unserer Arbeit den Eindruck gewinnen, dass Ihr
Thema nicht beraterisch, sondern in einem therapeutischen Kontext
bearbeitet werden sollte, weise ich Sie unverzüglich darauf hin und
helfe Ihnen, soweit ich kann, die nötigen Schritte zu gehen. Ich
möchte ausdrücklich betonen: Eine psychologische bzw. systemische
Beratung ist nicht mit einer Psychotherapie gleichzusetzen und kann
diese auch nicht ersetzen.
Wie die Arbeit abläuft
1
Erstkontakt
Sie nehmen über die hier angebotenen Wege Kontakt auf und schildern Ihr Thema. Anschließend finden wir einen Termin für ein Erstgespräch.
2
Erstgespräch (50 Min.)
Wir lernen uns kennen und arbeiten Ihr Anliegen sowie Ihre Lebensumstände heraus. Am Ende entscheiden wir gemeinsam, ob und in welcher Intensität wir zusammenarbeiten — wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich oder nach Bedarf.
3
Folgesitzungen
Sie entscheiden selbst, welche Intensität für Sie passt — ich stehe dabei beratend zur Seite. Die Intensität lässt sich jederzeit anpassen, und Doppelsitzungen sind möglich.
4
Abschluss
Wir behalten Ihr ursprüngliches Anliegen im Blick und achten darauf, ob neue hinzukommen. Haben Sie das Gefühl, dass derzeit keines mehr besteht, gibt es einen bewussten Abschluss. Die Tür steht Ihnen danach selbstverständlich weiterhin offen.
Qualifikation
Transparenz gehört für mich zur Arbeit auf Augenhöhe — deshalb lege
ich meine Abschlüsse hier offen. Ich habe den Master in Psychologie
mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie an der
Medical School Hamburg abgeschlossen und eine zweijährige,
berufsbegleitende Weiterbildung in systemischer Therapie und Beratung
nach den Rahmenrichtlinien der Systemischen Gesellschaft absolviert.
Beratung darf keine Frage des Geldbeutels sein — und ist zugleich
meine Lebensgrundlage. Mein Solidarpreismodell versucht, beidem
gerecht zu werden.
Warum ein Solidarpreismodell?
Als humanistischer Psychologe in beraterischer Funktion sind Preise
eine zweischneidige Sache. Auf der einen Seite die Überzeugung, dass
jeder Mensch ein Anrecht auf Beratung haben sollte, ungeachtet seines
sozioökonomischen Status. Auf der anderen Seite die Anerkennung, dass
wir derzeit nicht in einer Gesellschaft leben, die das gewährleistet —
und dass auch ich Lebenshaltungskosten habe, die durch die
wirtschaftliche Lage steigen, sowie das Risiko der Selbstständigkeit
trage. Trotzdem möchte ich ein Angebot machen, das sich (fast) alle
leisten können. Dafür bin ich auf meine Klient:innen angewiesen.
Ich arbeite mit einem Solidarpreismodell: Sie als Klient:in bestimmen
den Betrag, den Sie zahlen. Das Prinzip kurz erläutert.
Die Tarife
Sozialtarif25 € / SitzungNur für Azubis, Student:innen und Sozialhilfeempfänger:innen. Nachweis erforderlich (wird nur eingesehen, nicht gespeichert).
Minimaltarif50 € / SitzungDer Mindestbetrag pro Sitzung für alle, die nicht unter den Sozialtarif fallen.
Meine EmpfehlungNormaltarif75 € / SitzungMeine Preisempfehlung — sie trägt die Praxis und ermöglicht das Modell.
Unterstützertarif100 € / SitzungWer mehr beiträgt, ermöglicht jemandem eine Sitzung, der sie sich sonst nicht leisten könnte.
50 €Erstgespräch — einheitlich 50 €Gilt für alle, unabhängig vom später gewählten Sitzungstarif. Dauer: 50 Minuten.
Zwischenbeträge sind möglich — etwa 70 € statt 75 €. Auch mehr als
100 € können Sie gern zahlen. Zum Vergleich: Der übliche Satz anderer
Berater:innen liegt bei rund 90 € pro Sitzung.
Als Humanist glaube ich, dass viele Menschen sich eine fairere und
sozialere Gesellschaft wünschen, als wir sie derzeit haben. Ich möchte
meinen Teil dazu beitragen — und kann das nur mit Ihrer Solidarität für
andere erreichen. Ich bin überzeugt, dass dieses Modell tragfähig ist
und dass wir mit unseren Entscheidungen genau die Entwicklungen
vorantreiben können, die wir uns für unser Zusammenleben wünschen.
Das Modell unterstützen
Wenn Sie das Modell auch abseits eines Sitzungspreises unterstützen
möchten — etwa als ehemalige Klient:in oder Besucher:in dieser
Webseite — können Sie das per Überweisung tun. Jeder Beitrag fließt
direkt in solidarische Plätze. Ich bedanke mich im Voraus für
jedwede Unterstützung und verbleibe mit solidarischen Grüßen.
EmpfängerJarik Leineweber
IBANDE07 1203 0000 1210 3191 56
Verwendung„Solidarischer Platz"
„Wir sind aufeinander angewiesen. Beratung beginnt mit der
Anerkennung dieser Tatsache."
Ein Erstgespräch ist unverbindlich. Sie erreichen mich am
einfachsten per E-Mail oder telefonisch zu den Sprechzeiten.
Beratung biete ich vorrangig per Video oder Telefon an;
Vor-Ort-Termine in Hamburg sind nach Absprache möglich.
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Termine im aktuellen Monat0Offene Sitzungen0Noch offener Betrag0 €Rechnungen erstellt0
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Rot bedeutet: unter 50 € oder gegenüber dem vorherigen Betrag gesenkt.
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